Sonntag Lätare – Das kleine Ostern

Sonntag Lätare – das kleine Ostern
Der vierte Sonntag in der Passionszeit trägt den Namen Lätare (Freut Euch). So beginnt die lateinische Antiphon „Freue dich mit Jerusalem“ (Jesaja 66.10) Der Sonntag gilt als das kleine Osterfest. Die Hälfte der Passionszeit ist geschafft, Ostern ist nicht mehr gar so weit. Im Mittelalter wurde an diesem Sonntag das Fasten unterbrochen. So wird der Sonntag auch als Mitfasten bezeichnet.
In manchen Gemeinden trägt dieser Sonntag die ungewöhnliche Kirchenfarbe Rosa (ebenso wie der Sonntag Gaudete – 3. Advent). Die Farbe Rosa hellt die Bußfarbe violett auf und ist ein Hinweis auf das leuchtende Weiß des Osterfestes. Es gibt den Brauch, an Lätare als Zeichen der Vorfreude auf Ostern, einen aus Buchs gewundenen Kranz an die Haustüre zu hängen, der mit zwei violetten und zwei rosafarbenen Schleifen geschmückt ist. Am Karsamstag kommt dann an diesen „Lätarekranz“ noch eine weiße Schleife dazu. So bleibt er an der Tür bis zum Sonntag nach Ostern, dem „Weißen“ Sonntag hängen.