St. Lukas, München

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Die große Orgel in St. Lukas wurde 1932 von der Firma Steinmeyer & Co. (Oettingen) als Opus 1568 für die westliche Seitenempore erbaut.
Sie ersetzte ein kleineres Instrument auf der Empore über dem Hauptportal.

67 klingende Stimmen sind auf vier Manuale und Pedal verteilt, wobei das vierte Manual als Schwellwerk konzipiert ist. Das Werk besitzt Taschenladen mit elektropneumatische Traktur, und ist mit 7 Manual- und 4 Pedalkoppeln, 4 freien Kombinationen und einer Crescendo-Walze ausgestattet. Kleinere Veränderungen erfolgten 1967 (Steinmeyer) und 1987 (Münchner Orgelbau WRK). Im Rahmen der Baumaßnahmen an der westlichen Rosette war die Orgel seit April 2001 über 1 ½ Jahre nicht spielbar; Teile der Orgel waren ausgelagert. Das Instrument wurde durch die Firma Frenger und Eder aus Feldkirchen-Westerham bei München gründlich gereinigt, technische Mängel beseitigt und nach einer ausgleichenden Intonation sorgfältig gestimmt.

Das Instrument galt zur Zeit der Erbauung als Besonderheit: Im Werkcharakter spürt man den Einfluß der Orgelbewegung, der die Klangvorstellungen des 18. Jahrhunderts wiederentdeckte. Nach dem Vorbild barocker Instrumente besaß die Orgel der St. Lukaskirche als erste Münchner Orgel ein Rückpositiv. Trotzdem schwingen in einigen Registern noch die klanglichen Vorstellungen der Romantik mit. Die Spiel- und Registertechnik wurde nach den damals neuesten technischen Erkenntnissen angefertigt. Der weitgefächerte Prospekt wurde von Professor G. Bestelmeyer (München) entworfen. Die Orgel ist noch heute die größte Orgel aller evangelischen Kirchen Münchens und zählt zu den wenigen erhaltenen Instrumenten dieser Art.

Deshalb ist die Pflege dieses Instrumentes ein wichtiges Anliegen aller Orgelfreunde. Spenden können auf das Konto der Gabenkasse St. Lukas, Konto Nr. 142 30 88 bei der Acredo-Bank Nürnberg (BLZ 760 605 61) überwiesen werden. Dafür sind wir sehr dankbar.

(Gerd Kötter, Kirchenmusikdirektor an St. Lukas)

Orgel St. Lukas

Firma Steinmeyer & Co. Oettingen (Opus 1568) 1932.
67 klingende Stimmen, vier Manuale und Pedal, viertes Manual: Schwellwerk, elektropneumatische Traktur, Taschenladen.

Überholungen: 1967 (Steinmeyer - Intonation: Hans Röttger), 1987 (Münchner Orgelbau WRK), 2001/2002 (Frenger und Eder)


Rückpositiv (9) Hauptwerk (15) Ober- (Seiten)werk (15) Schwellwerk Pedalwerk (15)
Manual I Manual II Manual III Manual IV Pedal
1 Kupfergedackt 8` 71 Prinzipal 16` 11 Metallgedackt 8` 31 Gedackt 16` 51 Metallprinzipal 16`
2 Oktav 4` 72 Quintade 16` 12 Quintade 8` 32 Prinzipal 8` 52 Prinzipalbaß 16`
3 Salicet 4` 73 Oktav 8` 13 Koppel 8` 33 Violflöte 8` 53 Subbaß 16`
4 Blockflöte 2` 74 Salicional 8` 14 Prinzipal 4` 34 Gemshorn 8` 54 Gedackt 16`
5 Oktave 2` 75 Gedackt 8` 15 Blockflöte 4` 35 Unda maris 8` 55 Quintbaß 10 2/3`
6 Quint 2 2/3` 76 Oktav 8` 16 Oktave 2` 36 Oktave 4` 56 Prinzipal 8`
7 Terz 1 3/5` 61 Rohrflöte 4` 17 Rohrflöte 2` 37 Kleingedackt 4` 57 Gemshorn 8`
8 Mixtur 4fach 1 1/3` 62 Superquint 2 2/3` 18 Superquinte 1 1/3` 38 Flachflöte 2` 58 Gedeckt * 8`
9 Helle Trompete 8` 63 Superoktav 2` 19 Nachthorn 1` 39 Sesquialter 2fach 2 2/3` + 59 Oktave 4`
    64 Koppel 2` 20 Scharf 4fach 1` 40 Plein jeu 4fach 2` 60 Quintade 4`
    65 Mixtur 4fach 2` 21 Zimbel 3fach 1/3` 30 Zimbel 2fach 2/3` 41 Rohrpfeife 2`
    66 Zimbel 3fach 2` 22 Rankett 16` 29 Basson 16` 42 Mixtur 4fach 2 2/3`
    67 Trompete 16` 23 Krummhorn 8` 28 Trompette harmonique 8` 43 Mixtur 3fach 1`
    68 Trompete 8` 24 Vox humana 4` 27 Clarine 4` 44 Bombarde 32`
    69 Trompete 4` 25 Tremulant  26 Tremulant  45 Posaune 16`
             46 Basson* 16`
             47 Cornett 2`
             48 Clarine* 4`
             49 Krummhorn** 8`
             50 Trompete 8`
Koppeln: VI/III, VI/II, VI/I, III/II, III/I, II/I, I/II, VI/P, III/P, II/P, I/P
4 freie Kombinationen, Tutti, Schwelltritt, Crescendo-Walze
  * Transmissionen aus IV
** Transmissionen aus III